Ohne Baufi Leads läuft kein Vermittlergeschäft, und zugleich sind sie sein größter versteckter Kostenblock. Gekaufte Leads kosten zwischen wenigen und mehreren hundert Euro pro Kontakt, selbst generierte kosten Zeit und Vorlauf. Beides kann sich rechnen, und mit beidem kannst du Geld verbrennen. Ob sich ein Lead lohnt, entscheidet sich meist nach dem Einkauf: bei der Reaktionszeit, der Qualifizierung und dem Nachfassen. Dieser Beitrag ordnet Preise und Bezugswege ein und zeigt mit Zahlen, warum die Konversion am meisten bewegt.
Das Wichtigste in Kürze
- Gekaufte Baufi Leads kosten je nach Qualität und Exklusivität zwischen unter 10 € und rund 200 € pro Kontakt. Über den Ertrag sagt der Stückpreis allein wenig.
- Am stärksten wirkt die Reaktionszeit. Wer binnen einer Stunde reagiert, qualifiziert einen Online-Lead rund 7-mal so wahrscheinlich wie nach zwei Stunden und über 60-mal so wahrscheinlich wie nach 24 Stunden (Harvard Business Review, 2011).
- Verdoppelst du bei gleichen Lead-Kosten deine Abschlussquote, halbieren sich deine Kosten pro gewonnenem Kunden.
Was Baufi Leads kosten: die Preisspannen im Überblick
Gekaufte Baufi Leads gibt es ab einstelligen Beträgen für einfache, mehrfach verkaufte Kontakte und bis zu rund 200 Euro für exklusive, qualifizierte Anfragen. Den Preis bestimmen vor allem Exklusivität, Qualifizierungstiefe und die Herkunft des Kontakts.
Ein paar Anhaltspunkte: Lead-Anbieter wie check-direkt werben je nach Sparte mit Kontakten ab 5 Euro netto. Marktübersichten wie der Baufi-Leads-Vergleich von digitale-neukunden.de setzen für qualifizierte Plattform-Leads etwa 50 bis 200 Euro pro Kontakt an. Der Stückpreis taugt deshalb nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage. Ein 10-Euro-Lead, der gleichzeitig an fünf Vermittler ging, kann am Ende teurer sein als ein exklusiver 150-Euro-Lead mit geprüfter Telefonnummer und konkretem Objekt. Rechne in Kosten pro gewonnenem Kunden und nicht in Kosten pro Lead. Dafür brauchst du die Abschlussquote je Quelle, und die kennst du nur, wenn jeder Lead mit Quelle und Ausgang im System steht.
Baufi Leads kaufen: worauf es beim Einkauf ankommt
Über den Wert eines gekauften Leads entscheiden vier Fragen: Ist er exklusiv oder mehrfach verkauft? Wie wurde er generiert? Wie tief ist er qualifiziert? Und wie alt ist er? Klärst du diese vier Punkte vor dem Kauf, vermeidest du die teuersten Fehlgriffe.
Exklusivität treibt den Preis am stärksten und ist ihr Geld meist wert. Bei einem mehrfach verkauften Kontakt konkurrierst du ab der ersten Minute mit anderen Vermittlern, und den Zuschlag bekommt, wer am schnellsten und professionellsten reagiert. Die Quelle verrät die Kaufabsicht. Wer aktiv einen Zinsvergleich angefordert hat, ist weiter als jemand, der bei einem Gewinnspiel seine Daten hinterlassen hat. Bei der Qualifizierungstiefe geht es darum, ob Objektdaten, Kaufpreis, Eigenkapital und Erreichbarkeit vorliegen oder nur Name und E-Mail. Und das Alter wird oft unterschätzt: Ein zwei Tage alter Baufi-Lead hat häufig schon zwei Beratungsgespräche hinter sich. Seriöse Anbieter beantworten alle vier Fragen offen und haben Reklamationsregeln für Fake-Kontakte. Teste neue Quellen mit kleinen Kontingenten von 20 bis 30 Leads, bevor du Budget bindest.
Leads selbst generieren: langsamer, günstiger, exklusiv
Selbst generierte Leads gehören nur dir und konvertieren deutlich besser als gekaufte. Dafür brauchen sie Vorlauf und laufende Pflege. Am tragfähigsten sind drei eigene Quellen: der Kundenbestand, Tippgeber und die eigene Website.
Die Marktlage spielt dir dabei in die Karten. Das Neugeschäft mit Wohnungsbaukrediten wuchs laut Bundesbank-Zahlen im IW/ISI-Gutachten (2025) schon 2024 um 23,1 Prozent, und auch 2025 lagen die monatlichen Kreditvergaben mehr als 23 Prozent über dem Vorjahr. Es gibt also wieder genug Nachfrage, um eigene Quellen aufzubauen und nicht jeden Kontakt einzukaufen. Empfehlungen aus dem Bestand konvertieren am besten, Tippgeber bringen am schnellsten Volumen, und die Website arbeitet auch nachts. Wie die Kanäle zusammenspielen, zeigt der Überblick zu den Vertriebskanälen in der Baufinanzierung. Ganz ersetzen wird die eigene Generierung den Lead-Kauf selten. Sie macht dich aber unabhängiger und senkt deinen Durchschnittspreis pro Kunde spürbar.
Die erste Stunde entscheidet: Reaktionszeit als Ertragshebel
Kein einzelner Faktor beeinflusst die Lead-Konversion so stark wie die Geschwindigkeit deiner Reaktion, auch der Preis nicht. Die bekannteste Untersuchung dazu stammt aus dem B2B- und B2C-Vertrieb. Ihre Größenordnungen passen gut auf Baufi-Leads, weil Interessenten parallel bei mehreren Anbietern anfragen.
Laut der Lead-Response-Studie der Harvard Business Review (2011) qualifizieren Unternehmen, die einen Online-Lead innerhalb einer Stunde kontaktieren, diesen rund 7-mal so wahrscheinlich wie bei einer Reaktion nach zwei Stunden und über 60-mal so wahrscheinlich wie bei einer Reaktion nach 24 Stunden oder später. Im Audit derselben Studie antworteten nur 37 Prozent der Firmen überhaupt binnen einer Stunde, 23 Prozent nie. Koppelst du den Lead-Eingang an eine sofortige automatische Erstreaktion, bist du allein durch die Geschwindigkeit schneller als die meisten Wettbewerber. Praktisch landet der Lead dann direkt im CRM und nicht im Postfach. Der Interessent bekommt sofort einen Einladungslink zur digitalen Selbstauskunft, und am Bearbeitungsstand siehst du, wer es ernst meint, bevor du zum Hörer greifst.
Vom Lead zum Abschluss: die Konversion ist der größte Hebel
Eine einfache Rechnung zeigt, wo der Ertrag entsteht. Was aus jedem Lead wird, zählt mehr als der Einkaufspreis. Strukturierst du die Strecke nach dem Lead-Eingang, kannst du deine Kosten für die Kundengewinnung halbieren, ohne mit dem Lead-Anbieter zu verhandeln.
Das Rechenbeispiel: 100 gekaufte Leads zu je 80 Euro kosten 8.000 Euro. Bei 5 Prozent Abschlussquote zahlst du 1.600 Euro pro gewonnenem Kunden, bei 10 Prozent nur 800 Euro. Die doppelte Quote fällt nicht vom Himmel. Sie ist Prozessarbeit an drei Stellen.
Die erste ist die Priorisierung. Nicht jeder Lead verdient zur selben Zeit dieselbe Aufmerksamkeit, und ein Lead Scoring zeigt dir, welcher Kontakt jetzt dran ist. Die zweite ist die Qualifizierung. Die digitale Selbstauskunft trennt ernsthafte Interessenten von Neugierigen und liefert dir vollständige Daten fürs Erstgespräch; passende Formulierungen dafür findest du im Beitrag zur Einwandbehandlung im Erstgespräch. Die dritte ist das Nachfassen. Die meisten Abschlüsse kommen nach dem zweiten oder dritten Kontakt zustande, und ohne Wiedervorlagen und festgelegte nächste Schritte je Vorgang versandet dieses Geschäft. Ein CRM mit Vorgangssteuerung macht aus allen drei Stellen einen Standardablauf, der nicht vom guten Willen abhängt.
Häufige Fragen zu Baufi Leads
Was kostet ein Baufi Lead?
Die Spanne reicht von unter 10 Euro für einfache, mehrfach verkaufte Kontakte bis zu rund 200 Euro für exklusive, qualifizierte Anfragen mit Objektdaten. Marktübersichten nennen für qualifizierte Plattform-Leads etwa 50 bis 200 Euro. Mehr Aussagekraft als der Stückpreis haben die Kosten pro gewonnenem Kunden, also der Lead-Preis geteilt durch deine Abschlussquote je Quelle.
Lohnt es sich, Baufi Leads zu kaufen?
Ja, wenn drei Bedingungen stimmen: Du reagierst in der ersten Stunde, du erfasst jeden Lead mit Quelle und Ausgang im CRM, und du testest neue Anbieter mit kleinen Kontingenten. Ohne strukturierte Nachverfolgung verbrennt der Lead-Kauf Budget. Über den Deckungsbeitrag entscheidet die Abschlussquote, kaum der Einkaufspreis.
Wie schnell muss ich auf einen Baufi Lead reagieren?
Innerhalb der ersten Stunde. Laut der Lead-Response-Studie der Harvard Business Review (2011) ist die Wahrscheinlichkeit, den Lead zu qualifizieren, dann rund 7-mal so hoch wie nach zwei Stunden und über 60-mal so hoch wie nach 24 Stunden. Eine automatische Sofortreaktion, etwa der direkte Versand des Einladungslinks zur Selbstauskunft, überbrückt die Zeit bis zu deinem Anruf.
Wie steigere ich die Konversion gekaufter Leads?
Mit drei Maßnahmen: einer sofortigen Erstreaktion, damit der Lead nicht im Posteingang liegen bleibt, der Qualifizierung über die digitale Selbstauskunft und beharrlichem Nachfassen mit Wiedervorlagen je Vorgang. Zusammen bestimmen diese Schritte die Kosten pro Kunde stärker als jede Verhandlung über den Lead-Preis. Verdoppelst du die Abschlussquote, halbieren sich die Kosten für die Kundengewinnung.


